Bewegung bei Blasenkrebs

Bewegung ist eine wichtige Stellschraube beim Gesundwerden. Sie stärkt Körper und Seele für die kräfteraubende Zeit der Therapie und motiviert, nicht aufzugeben.

BEWEGUNG TUT GUT

Bewegung tut gut und fördert das Wohlgefühl – auch bei Blasenkrebs. Während zu viel Ruhe und Unterforderung den Körper eher schwächen, stärkt Aktivsein das Herz-Kreislaufsystem, baut Muskeln auf und hebt die Stimmung. Wer regelmäßig aktiv ist, wird widerstandsfähiger und kann auch eine Krebsbehandlung besser bewältigen. Die positive Wirkung von Bewegung bei Krebs ist sogar wissenschaftlich belegt, denn sie verbessert das körpereigene Abwehrsystem. Allerdings gibt es keine expliziten Ratschläge, welche Art von Aktivität bei Blasenkrebs hilft. Eines steht jedoch fest: Bereits während der Behandlung kann Bewegung helfen, die Nebenwirkungen einer Chemotherapie zu verringern.

Weiterhin gilt: Statt sich nach der Therapie zu sehr zu schonen und immer mehr an Kraft zu verlieren, sollten Blasenkrebspatienten sich bewegen. Bei vielen gehören Sport und Physiotherapie sowieso zum Behandlungskonzept, um den täglichen Belastungen wieder gewachsen zu sein. Sportliche Aktivitäten können außerdem Stimmungstiefs und im Zuge von Blasenkrebs häufig auftretende anhaltende Müdigkeit (Fatigue) bekämpfen.

Viele fühlen sich bei dem Begriff „Sport“ abgeschreckt. Doch keine Angst: Aktivsein bedeutet nicht, sportliche Höchstleistungen zu erbringen. Es genügt schon, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen. Ob kurze Spaziergänge, Treppen zu steigen statt den Aufzug zu nehmen oder kurze Touren mit dem Rad zu fahren – jede Aktivität zählt.

PERSÖNLICHE BELASTBARKEIT ALS GRADMESSER

Wie viel Sport von Blasenkrebs Betroffene treiben sollten, hängt vor allem von der individuellen Belastbarkeit ab: Dabei spielen verschiedene Aspekte eine Rolle wie etwa Alter, allgemeiner Gesundheitszustand und Ausprägung des Blasenkrebses. So sind Patienten im jüngeren Alter mit nicht-muskelinvasiven Tumoren häufig schnell wieder so belastbar wie vorher.

Bei Patienten mit einer Ersatzblase spielt Bewegung bereits während der Reha eine wichtige Rolle. Zum einen gilt es, den Beckenboden durch spezielle Übungen zu trainieren, um einer Inkontinenz vorzubeugen. Zum anderen sollen die Betroffenen durch Sport ihre allgemeine Kondition stärken, um so schnell wie möglich wieder in ihren Alltag zurückkehren zu können.

Neben dem körperlichen Training hilft Aktivsein auch der Seele. So können die Patienten Angst und Stress abbauen, neues Selbstvertrauen gewinnen und Stimmungstiefs reduzieren. Außerdem erhöht Sport die Lebensqualität und trägt dazu bei, den eigenen Körper wieder annehmen zu können. Auch eine ausgewogene Ernährung fördert das Wohlbefinden. Lesen Sie mehr!

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